Sprit aus Biomasse – bzw. besser noch Zucker aus Holz

Eine äußerst interessante Innovation von Professor Ferdi Schüth wurde im vorgestern am 31. Februar im Körberforum besprochen, das Video dazu gibt es hier. Sehr sehenswert.

Zellulose ist als Rohstoff relativ schwierig zu Zuckern aufzuschließen. Prof. Dr. Schüth hat ein Verfahren im Labormaßstab entwickelt, dass Holz durch Zermahlen mit Säure zu Traubenzucker aufspaltet. (Hier das zugehörige Patent) Es werden nur ungefähr 10% zusätzliche Energie, hauptsächlich die mechanische Energie zum Mahlen benötigt, um den Zucker frei zu setzen.

Durch die unsteten Erneuerbaren Energien steht häufig ein zwischenzeitlicher Überschuss von Strom zur Verfügung. Dieser Strom wird nach gängigen Konzepten der Energiekonzerne voraussichtlich über einfache „Tauchsieder“ zu Wärme gewandelt und z.B. in das Hamburger Fernwärmenetz eingespeist. Greenpeace Energie und E.on bevorzugen die Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff mit diesem Strom; nennt sich dann „Windgas“ oder „Power to Gas“. Nachteil der vorgenannten Konzepte ist, dass ein Großteil der elektrisch wertvollen Energie verschwendet wird.

Mit der Verfahrenstechnik von Schüth könnte in Holz gespeicherte und bekanntlich damit gut lagerbare Energie immer dann in Zucker umgewandelt werden, wenn es zu viel Strom im Netz gibt. Der Dextrose Zucker selbst ist wieder exzellent speicherbar z.B. in Traubenzuckerbonbons.

Von Prof. Schüth empfohlene Basisinfo für Interessierte im Bereich Erneuerbare: www.withouthotair.com

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Ein Kommentar zu Sprit aus Biomasse – bzw. besser noch Zucker aus Holz

  1. Hägglund sagt:

    da ist der Schüth ja wieder mal auf dem Holzweg…

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